Biologischer Weinbau bedeutet heute mehr denn jemals zuvor nicht ausschließlich nur zu produzieren, sondern schließt insbesondere ganzheitliches Denken und Handeln mit ein. Das Ziel heißt: Die Natur mit sanfter Führung wirken und behutsam im Wein zur Geltung kommen zu lassen. Das ist das Geheimnis von Biowein. Biologischer Weinbau ist mehr als das bloße Reduzieren von Chemie. Der Verzicht auf chemisch-synthetischen “Pflanzenschutz” erfordert höchste Umsicht im Weingarten. Die Natur hat vorgesehen, dass sich die Pflanze selbst schützen kann. Das Ansinnen des Bio-Winzers ist es, dass genau dieser Selbstschutz sich entfalten kann. Ein luftiger Stock- und Laubwandaufbau und vorbeugende Behandlungen mit limitierten Mengen an Schwefel und Kupfer verhindern die Ausbreitung der gefährlichen Pilzkrankheiten. Die gezielte Begrünung im und um den Weingarten hält die Bodennährstoffe im Gleichgewicht. Diese Pflanzen locken außerdem mit ihren Blüten Insekten an, die helfen, Schädlinge wie den Traubenwickler in Schach zu halten. Der Weinstock wächst nicht nur aus dem Boden heraus, er wächst auch von der Sonne herab.

„Nur biologisch bewirtschafteter Boden lebt und bildet das Fundament eines funktionierenden Ökosystems.“

Ein biologisch bewirtschafteter Boden lebt und bildet die Grundlage für das funktionierende Ökosystem im Weingarten. Wie jede Rebsorte oder Lage hat auch jeder Boden seine eigene Note. Er entwickelt sich über Jahre und er gibt dem Wein etwas mit, das durch Chemie gestört und verfälscht würde. Für die Kunden hat der Winzer die reizvolle Aufgabe, dieses Zusammenspiel zu entdecken und zu fördern. Dadurch entstehen Weine mit Identität, Persönlichkeit, Tiefe und Langlebigkeit – und Produkte, die lange Freude bereiten. Für unsere nachfolgenden Generationen hat er auch die Aufgabe, die Wunder „Boden“ und „Natur“ zu erhalten.

„Die sorgfältige Beobachtung und Pflege unserer Weinlagen ist der Grundstein für gesunde Weinproduktion über Generationen.“

Biologischer Weinbau stellt an den Winzer die höchsten Anforderungen: “Habe ich auch alle nötigen Vorsorge- und Pflegemaßnahmen gründlich und zeitgerecht erledigt?” Schon kleine Versäumnisse können sich im Laufe des Weinjahres groß auswirken. Und Reparaturmöglichkeiten gibt es keine.